Airbnb Fotos: So zeigst du deine Unterkunft richtig
Deine Ferienwohnung hat ein gemütliches Wohnzimmer, eine durchdachte Küche und einen Balkon, auf dem man morgens gerne sitzen bleibt. Du kennst diese Qualitäten. Dein Gast sieht zunächst nur ein paar Bilder auf einem kleinen Bildschirm.
Erkennt er darauf, was deine Unterkunft besonders macht? Versteht er, wo seine Kinder schlafen, wie viel Platz am Esstisch bleibt und ob der Balkon zur Wohnung gehört?
Genau hier beginnt gute Unterkunftsfotografie. Du übersetzt einen realen Ort in Bilder, anhand derer ein fremder Mensch entscheiden kann: Das könnte für meinen Aufenthalt passen.
Dafür brauchst du einen Plan, einen aufmerksamen Blick und Fotos, denen man vertrauen kann. Dieser Artikel führt dich von der Vorbereitung über die Aufnahme bis zur fertigen Bilderauswahl. Dein Smartphone kann dabei bereits ein brauchbarer Ausgangspunkt sein.
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Teil 23 des BnBnow-Airbnb-Ratgebers.
1. Welche Fragen sollen deine Airbnb-Fotos beantworten?
Stell dir vor, du würdest deine eigene Unterkunft zum ersten Mal buchen. Du reist mit einem Koffer an, bist müde und möchtest vorher wissen, worauf du dich einlässt.
Aus dieser Perspektive bekommen Bilder eine konkrete Aufgabe. Sie zeigen Schlafplätze, Laufwege, Ausstattung und Atmosphäre. Ein einzelnes schönes Detail kann Lust auf einen Aufenthalt machen. Für eine fundierte Entscheidung braucht es zusätzlich räumliche Zusammenhänge.
Gehe deine bisherige Galerie mit diesen Fragen durch:
- Welche Schlafmöglichkeiten sind tatsächlich vorhanden?
- Welche Räume stehen ausschließlich den Gästen zur Verfügung?
- Kann die gebuchte Personenzahl gemeinsam essen und sitzen?
- Wie sehen Bad, Küche und Zugang aus?
- Welche Besonderheit rechtfertigt einen genaueren Blick?
- Wo könnte ohne Erklärung ein falscher Eindruck entstehen?
Ein Beispiel: Dein Inserat bietet vier Schlafplätze. Auf den Fotos sieht man ein Doppelbett und ein Sofa. Ob dieses Sofa ausziehbar ist, bleibt offen. Eine zusätzliche Aufnahme im vorbereiteten Schlafzustand schließt diese Informationslücke.
Meine Empfehlung: Gib jedem veröffentlichten Foto eine Aufgabe. Wenn du bei einem Bild keine neue Information und keinen eigenen atmosphärischen Beitrag erkennst, brauchst du es wahrscheinlich nicht.
Gute Fotos können die Entscheidung erleichtern. Eine bestimmte Buchungsquote lässt sich daraus nicht versprechen: Preis, Lage, Verfügbarkeit und Bewertungen wirken ebenfalls mit.
2. Bereite die Wohnung so vor, wie Gäste sie erleben sollen
Plane das Fotografieren nach einer vollständigen Reinigung und bevor die nächsten Gäste eintreffen. Zwischen Putzen, Wäschewechsel und Anreise bleibt selten die Ruhe, um jeden Raum aufmerksam aufzunehmen.
Gehe zunächst ohne Kamera durch die Unterkunft. Prüfe Bettwäsche, Handtücher, Lampen und Möbel. Ein schief stehender Stuhl lässt sich jetzt in Sekunden korrigieren. Später beschäftigt er dich auf mehreren Bildern.
Räume bewusst auf
Auf dem Küchentresen sollten Gäste die Arbeitsfläche erkennen können. Im Bad gehören benutzte Lappen und Reinigungsmittel weg. Entferne private Post, Namenslisten und Unterlagen, bevor du fotografierst. Schau auch in Spiegel: Dort tauchen gerne Dinge auf, die außerhalb deines eigentlichen Bildausschnitts stehen.
Lass die Ausstattung sichtbar, die den Aufenthalt prägt. Wenn normalerweise ein großer Tisch im Wohnzimmer steht, sollte er für das Fotoshooting nicht in den Keller wandern. Sonst entsteht ein Raumgefühl, das später fehlt.
Dekoration braucht einen glaubwürdigen Rahmen
Ein ordentlich bezogenes Bett, ein sauberer Tisch und gepflegte Pflanzen reichen oft weit. Bei gedeckten Frühstückstischen oder aufwendig arrangierten Willkommensgeschenken solltest du überlegen, welche Leistung das Bild nahelegt.
Ist Frühstück nicht enthalten, darf die Bildfolge nicht den Eindruck eines regelmäßig servierten Frühstücks erzeugen. Besonders bei Aufnahmen mit Speisen hilft eine eindeutige Bildunterschrift. Noch klarer ist es, die tatsächliche Ausstattung zu zeigen.
Prüffrage vor jeder Inszenierung: Kann ich dieses Bild einem ankommenden Gast zeigen, ohne anschließend erklären zu müssen, was davon nur für das Shooting da war?
3. Erstelle einen Aufnahmeplan für deine Ferienwohnung
Ein Aufnahmeplan verhindert, dass du zwanzig Wohnzimmerbilder und kein brauchbares Foto des zweiten Schlafzimmers mitbringst.
Trage für jeden Bereich ein, was Gäste erkennen sollen. Die folgende Tabelle ist eine Arbeitsvorlage. Passe sie an deine Unterkunft an.
| Bereich | Geplante Aufnahme | Frage des Gastes |
|---|---|---|
| Wohnzimmer | Übersicht mit Sitzplätzen und Verbindung zum Essbereich | Wie verbringen wir hier gemeinsam Zeit? |
| Schlafzimmer | Bett, seitlicher Zugang und vorhandener Stauraum | Wie schlafen wir, und wohin kommen unsere Sachen? |
| Weiterer Schlafplatz | Schlafsofa oder Zusatzbett im nutzbaren Zustand | Wo schläft die zusätzliche Person? |
| Küche | Arbeitsfläche und wesentliche Geräte zusammen | Können wir hier wie geplant kochen? |
| Essplatz | Tisch mit tatsächlich nutzbaren Sitzplätzen | Können alle gemeinsam essen? |
| Badezimmer | Übersicht plus gegebenenfalls separate Dusche | Welche Ausstattung erwartet uns? |
| Arbeitsplatz | Tisch, Stuhl und räumliche Einordnung | Wo könnte ich meinen Laptop aufstellen? |
| Balkon oder Terrasse | Sitzbereich und tatsächliche Aussicht | Wie können wir den Außenbereich nutzen? |
| Zugang | Relevante Treppen, Wege oder Eingangssituation | Wie gelangen wir mit Gepäck zur Unterkunft? |
| Besonderheit | Zum Beispiel Kamin, Spielbereich oder eigene Sauna | Was macht diesen Aufenthalt interessant? |
Ergänze eine Spalte für das beste Licht und eine für den Bearbeitungsstand. So kannst du Aufnahmen auf zwei kurze Termine verteilen, wenn morgens die Küche und nachmittags das Wohnzimmer besser aussieht.
Die Liste ist vollständig, sobald alle wichtigen Gästeentscheidungen abgedeckt sind. Eine feste Zahl von Fotos ist dafür wenig hilfreich: Ein Studio braucht eine andere Bildmenge als ein Haus mit mehreren Schlafzimmern und Garten.
4. Beobachte das Licht, bevor du fotografierst
Mach an einem Vorbereitungstag kleine Testaufnahmen desselben Raums zu unterschiedlichen Zeiten. Vergleiche, wann die Einrichtung gut erkennbar ist, helle Flächen noch Struktur zeigen und die Farben glaubwürdig wirken.
Airbnb empfiehlt in seinem Fotoleitfaden unter anderem natürliches Licht, ausgeschalteten Blitz und eine gerade ausgerichtete Kamera. Das ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für dein Shooting.
Für deine Entscheidung vor Ort helfen drei Tests:
Fenstertest: Sind Fenster und Vorhänge nur noch weiße Flächen? Probiere eine etwas dunklere Aufnahme oder einen anderen Zeitpunkt. Wenn die Aussicht ein Verkaufsargument ist, sollte man sie tatsächlich erkennen können.
Farbtest: Wirken weiße Wände gelb oder bläulich? Vergleiche eine Aufnahme mit und eine ohne eingeschaltete Zimmerlampen. Behalte die Variante, die dem Raum am nächsten kommt. Ein warmes Leselicht darf warm aussehen; die gesamte Wohnung muss deshalb nicht orange werden.
Schattentest: Verschwindet eine wichtige Ecke im Dunkeln? Ändere zunächst deinen Standort und den Aufnahmezeitpunkt. Wenn nötig, ergänze die vorhandene Beleuchtung und kontrolliere das Ergebnis erneut.
Ein Abendfoto kann einen beleuchteten Balkon oder einen Kaminbereich gut ergänzen. Für die Orientierung im Raum sollte zusätzlich eine klare Tagesaufnahme vorhanden sein.
5. So gehst du mit dem Smartphone an die Aufnahme
Bevor du loslegst, reinige die Kameralinse und kontrolliere die ersten Testbilder vergrößert. Ein verschmierter Linsenbereich fällt auf dem kleinen Display manchmal kaum auf, später aber an jeder Lichtquelle.
Beginne mit einer ruhigen Standardaufnahme
Probiere zunächst die normale Kameraansicht deines Smartphones, häufig als „1ד bezeichnet. Suche einen Standort, von dem aus wichtige Möbel und ihre Beziehung zueinander sichtbar werden.
Halte das Telefon gerade und nutze vorhandene Hilfslinien. Türrahmen und Schrankkanten sind gute Orientierungspunkte. Schaue nach der Aufnahme besonders an die Bildränder: Dort fallen Verzerrungen häufig deutlicher auf als in der Mitte.
Nutze einen großen Bildwinkel mit Bedacht
In kleinen Räumen kann eine Weitwinkelaufnahme hilfreich sein. Sie verdient aber eine ehrliche Kontrolle: Wird aus dem kompakten Bad optisch ein Wellnessraum? Sieht das Bett am Rand ungewöhnlich breit aus?
Wenn eine Aufnahme nur mit starker Verzerrung alles unterbringt, mache zwei ergänzende Bilder. Eines kann den Waschtisch zeigen, das andere Dusche und Zugang. Gäste können daraus mehr lernen als aus einem spektakulären, schwer einschätzbaren Gesamtbild.
Kontrolliere ein vollständiges Zimmer vor dem nächsten
Fotografiere einen Raum zunächst komplett und prüfe die Aufnahmen. Sind sie scharf? Stehst du selbst im Spiegel? Ist die wichtige Ausstattung sichtbar?
Dieser kurze Kontrollschritt ist besonders wertvoll, wenn du für das Shooting anreisen musst. Ein fehlendes Küchenbild bemerkst du besser vor Ort als am Abend zu Hause.
6. Zeige, wie die Räume zusammenhängen
Ein Gast muss aus deiner Galerie gedanklich eine Unterkunft zusammensetzen können. Achte deshalb auf Bilder, die Verbindungen erklären: vom Wohnzimmer zur offenen Küche, vom Schlafzimmer zum angeschlossenen Bad oder vom Essplatz auf die Terrasse.
Schlafzimmer eindeutig unterscheiden
Bei ähnlich eingerichteten Räumen sollte klar sein, welche Bilder zusammengehören. Nutze konsistente Raumbezeichnungen und ergänzende Perspektiven. Sonst kann dieselbe Bettaufnahme aus drei Winkeln wie drei verschiedene Schlafzimmer wirken.
Bei einem Schlafsofa hilft ein Bild im geschlossenen und eines im ausgeklappten Zustand. Zeige dabei auch, wie viel nutzbarer Raum bleibt. Ein Tisch, der zum Ausklappen verschoben werden muss, gehört zur tatsächlichen Nutzungssituation.
Ausstattung in ihrem Umfeld zeigen
Eine Nahaufnahme der Kaffeemaschine erklärt wenig darüber, ob daneben Arbeitsfläche bleibt. Ein Schreibtischfoto ohne Stuhl lässt die Sitzsituation offen. Beginne deshalb mit dem Zusammenhang und ergänze Details dort, wo sie etwas Relevantes zeigen.
Bei gemeinschaftlich genutzten Bereichen gehört die Zuordnung in die Bildunterschrift. Das gilt etwa für einen Garten, den mehrere Wohnungen nutzen, oder eine Waschmaschine im gemeinsamen Hauswirtschaftsraum.
Zugang und Aussicht ehrlich einordnen
Eine schöne Aussicht von einem öffentlichen Aussichtspunkt ist keine Aussicht aus deiner Wohnung. Falls du Umgebungsbilder verwendest, kennzeichne den Aufnahmeort eindeutig und trenne sie inhaltlich von den Unterkunftsbildern.
Für öffentliche Zugangsfotos brauchst du keine lesbaren Schlüsseltresor-Codes oder detaillierten Zugangsdaten. Diese Informationen gehören in die persönliche Anreiseanleitung.
7. Wähle Titelbild und erste Bilder bewusst aus
Das Titelbild braucht ein Motiv, das auch klein verständlich bleibt. Frage dich: Erkennt man auf einen Blick eine attraktive Eigenschaft meiner tatsächlichen Unterkunft?
Ein weitläufiger Wohnbereich kann dafür geeignet sein. Bei einem besonderen Ferienhaus kommt vielleicht der Außenbereich infrage. Bei einem kompakten Studio ist ein sorgfältig gewählter Raumblick oft aussagekräftiger als eine isolierte Dekoration.
Airbnb weist darauf hin, dass Fotos in bestimmten Ansichten quadratisch zugeschnitten werden. Wichtige Bildelemente sollten deshalb nicht ausschließlich am äußersten Rand liegen. Prüfe das Ergebnis in der Vorschau. Siehe die Airbnb-Hinweise zur Fotoauswahl.
Für eine Wohnung mit separatem Schlafzimmer könntest du folgende Startauswahl testen:
- Ein überzeugender Überblick über den Wohnbereich.
- Das Schlafzimmer mit klar erkennbarer Schlafsituation.
- Das wichtigste besondere Merkmal, etwa der eigene Balkon.
- Die Küche beziehungsweise der Essbereich.
- Das Badezimmer.
Das ist ein redaktioneller Vorschlag, keine vorgeschriebene Airbnb-Reihenfolge. Bei einer anderen Unterkunft können andere Bilder früher wichtig sein.
Lege zwei mögliche Titelbilder nebeneinander und verkleinere sie auf dem Bildschirm. Zeige sie einer Person, die die Wohnung nicht kennt, und frage: „Was erwartest du hier?“ Die Antwort ist oft hilfreicher als ein bloßes „Welches findest du schöner?“
8. Baue eine nachvollziehbare Fototour auf
In der Airbnb-Fototour werden Bilder Räumen und Bereichen zugeordnet. Prüfe automatische Zuordnungen: Gehört das gezeigte Bett tatsächlich zu Schlafzimmer 2? Ist die Terrasse versehentlich beim Wohnzimmer gelandet?
Laut Airbnb-Hilfe zur Fototour benötigt jeder darin angelegte Raum oder Bereich mindestens ein Foto, um in der Tour zu erscheinen. Ergänze außerdem passende Raumdetails. Die ersten fünf Bilder der Titelseite lassen sich über die Übersicht aller Fotos anordnen; das Titelbild kann separat ausgewählt werden.
Für die Auflösung nennt diese Hilfeseite mindestens 1024 × 683 Pixel. Der ergänzende Fotoleitfaden empfiehlt mindestens 1200 × 800 Pixel. Arbeite mit ausreichend großen Originaldateien und vermeide kleine, bereits mehrfach komprimierte Vorschauen.
Für deine eigene Ablage empfiehlt sich ein einfacher Aufbau: Originale, bearbeitete Auswahl und veröffentlichte Bilder getrennt speichern. Benenne Dateien so, dass du Unterkunft und Raum wiederfindest, etwa wohnung-a-schlafzimmer-01.jpg. Das dient deiner Organisation; daraus folgt kein zugesicherter Rankingvorteil.
Kontrolliere die fertige Ansicht auf Smartphone und größerem Bildschirm. Achte darauf, ob Ausschnitte funktionieren, Räume vollständig sind und versehentlich alte Bilder neben neuen stehen.
9. Ergänze Bildunterschriften und Alternativtexte
Ein Bild zeigt den Raum. Die Bildunterschrift kann erklären, wie Gäste ihn nutzen dürfen oder welche Besonderheit sie beachten sollten.
„Unser schönes Wohnzimmer“ bringt wenig zusätzliche Information. „Die Schlafcouch im Wohnzimmer wird bei einer Buchung für drei oder vier Personen vorbereitet“ beantwortet eine konkrete Frage – sofern diese Regel bei dir tatsächlich gilt.
Alternativtexte haben eine andere Aufgabe: Sie beschreiben den sichtbaren Bildinhalt für Menschen, die das Foto beispielsweise mit einem Screenreader erschließen. Airbnb verlangt dafür weniger als 250 Zeichen und empfiehlt eine sachliche Beschreibung. Die Funktion ist von der normalen Bildunterschrift zu unterscheiden. Quelle: Airbnb-Hilfe zu visuellen Beschreibungen.
Die folgenden Beispiele beziehen sich auf erfundene Aufnahmen:
| Motiv | Mögliche Bildunterschrift | Möglicher Alternativtext |
|---|---|---|
| Ausgeklappte Schlafcouch | Hier schlafen bei entsprechender Belegung die dritte und vierte Person. | Wohnzimmer mit ausgeklappter Schlafcouch, kleinem Esstisch und Tür zum Balkon. |
| Terrasse | Diese Terrasse steht ausschließlich Gästen dieser Wohnung zur Verfügung. | Terrasse mit rundem Tisch, vier Stühlen und bepflanztem Rand. |
| Arbeitsplatz | Der Arbeitsplatz befindet sich im Schlafzimmer. | Schreibtisch mit Bürostuhl und Leselampe neben dem Schlafzimmerfenster. |
Übernimm solche Formulierungen nur, wenn Bild und Angebot dazu passen. Informationen wie WLAN-Geschwindigkeit oder Fahrzeit zum Bahnhof lassen sich aus einem Foto nicht ablesen und gehören nicht als vermeintlich sichtbare Merkmale in den Alternativtext.
Zugänglichkeit braucht aussagekräftige Nachweise
Wenn du entsprechende Ausstattungsmerkmale angibst, fotografiere sie so, dass Gäste sie beurteilen können. Airbnb verlangt hierfür passende Bilder und prüft die Merkmale vor der Anzeige im dafür vorgesehenen Bereich. Bei Maßen kann ein sichtbar angelegtes Maßband erforderlich beziehungsweise hilfreich sein; beachte die Vorgaben für das jeweilige Merkmal. Siehe Airbnbs Anleitung zur Fotografie von Zugänglichkeitsmerkmalen.
Ein schönes Foto eines Aufzugs allein sagt noch nichts über den gesamten Weg vom Gehsteig bis zum Bett aus. Beschreibe deshalb konkrete Gegebenheiten und bleibe bei dem, was du überprüft hast.
10. Bearbeite Fotos so, dass sie glaubwürdig bleiben
Bildbearbeitung kann eine schiefe Aufnahme begradigen, einen unpassenden Farbstich korrigieren und den vorhandenen Raum besser erkennbar machen. Vergleiche das Ergebnis immer wieder mit dem Original und mit der tatsächlichen Unterkunft.
Die entscheidende Frage lautet: Wird das Foto verständlicher, oder verändert sich das dargestellte Angebot?
| Bearbeitung | Worauf du achten solltest |
|---|---|
| Helligkeit und Weißabgleich anpassen | Der Raum soll seine realistischen Farben und Lichtverhältnisse behalten. |
| Bild ausrichten oder zuschneiden | Relevante Merkmale und Einschränkungen dürfen dadurch nicht irreführend verschwinden. |
| Maßvoll nachschärfen | Prüfe das Ergebnis vergrößert auf künstliche Konturen und Flecken. |
| Aussicht oder Möbel generativ austauschen | Damit würde ein anderes Angebot dargestellt. Verwende echte Aufnahmen des vorhandenen Zustands. |
| Schäden digital entfernen | Behebe den Schaden tatsächlich und fotografiere anschließend neu. |
| Räume virtuell vergrößern oder umgestalten | Solche Bilder eignen sich nicht als Darstellung der bestehenden Unterkunft. |
Airbnb untersagt in seinen Grundregeln für Gastgeber unter anderem digitale oder KI-gestützte Veränderungen, die Mängel verbergen, nicht vorhandene Ausstattungsmerkmale hinzufügen oder die Unterkunft falsch darstellen. Ein Hinweis „mit KI bearbeitet“ macht eine unzutreffende Darstellung nicht zutreffend.
Bei generativen Werkzeugen solltest du besonders genau hinschauen. Kontrolliere nach jeder Bearbeitung Fenster, Steckdosen, Türöffnungen, Möbelkanten und Aussicht. Eine vermeintliche Verbesserung kann unbemerkt Gegenstände verändern.
Wenn die Korrektur aufwendig wird, lohnt sich oft eine neue Aufnahme bei besserem Licht. So erhältst du zugleich eine verlässliche Grundlage für spätere Aktualisierungen.
11. Wann lohnt sich ein professionelles Fotoshooting?
Schau zuerst auf deine vorhandenen Ergebnisse. Fehlen lediglich zwei gut planbare Motive, kannst du diese möglicherweise selbst ergänzen. Sind viele Räume schwierig aufzunehmen oder gelingt dir keine überzeugende, realistische Gesamtserie, kann professionelle Unterstützung sinnvoll sein.
Ein höherer Preis für das Shooting ist keine automatische Garantie für mehr Buchungen. Entscheidend ist, ob die fertigen Bilder zu deiner Unterkunft und zu den Fragen deiner Gäste passen.
Bitte vor einer Beauftragung um vergleichbare Innenraumaufnahmen. Achte besonders auf kleine Bäder, Fensteransichten und schmale Zimmer. Dort erkennst du eher, wie jemand mit schwierigen Bedingungen umgeht, als an einer großzügigen Designerwohnung.
Ein brauchbares Briefing enthält:
- Den Aufnahmeplan mit allen vermieteten Bereichen und Schlafmöglichkeiten.
- Eigenschaften, die besonders verständlich gezeigt werden sollen.
- Hinweise zu gemeinschaftlicher Nutzung und relevanten Einschränkungen.
- Den Wunsch nach natürlichen Farben und glaubwürdigen Proportionen.
- Vereinbarte Anzahl, Auflösung und Lieferform der fertigen Dateien.
- Die benötigte Nutzung auf Airbnb, deiner Website und weiteren Portalen.
Kläre auch, was die Bearbeitung umfasst und wie Korrekturen abgestimmt werden. Bereite die Räume selbst sorgfältig vor. Fotografische Erfahrung kann keine fehlende Ausstattung oder unfertige Reinigung ersetzen.
12. Dein nächster Schritt: Schließe die wichtigste Bildlücke
Öffne dein Inserat und suche zunächst eine einzige Frage, auf die deine Fotos noch keine klare Antwort geben. Vielleicht fehlt die Dusche. Vielleicht bleibt die Schlafcouch unverständlich. Vielleicht stammt das Titelbild noch aus der Zeit vor der Neueinrichtung.
Notiere das fehlende Motiv, bereite den Bereich vor und plane die Aufnahme. Damit hast du einen überschaubaren Anfang und ein konkretes Ergebnis.
Vor der Veröffentlichung hilft diese Kontrolle:
- Alle wesentlichen Räume und Schlafplätze sind eindeutig erkennbar.
- Die gezeigte Einrichtung entspricht dem aktuellen Angebot.
- Gemeinsame und ausschließlich nutzbare Bereiche sind erklärt.
- Titelbild und wichtige Ausschnitte funktionieren auch klein.
- Doppelte, unscharfe und widersprüchliche Bilder sind entfernt.
- Bildunterschriften beantworten tatsächliche Gästefragen.
- Alternativtexte beschreiben den sichtbaren Inhalt.
- Die Raumzuordnung der Fototour ist geprüft.
Verbinde spätere Änderungen an der Unterkunft mit einem kurzen Fotocheck. Ein neues Bett, ein anderer Esstisch oder eine veränderte Terrasse sind gute Anlässe. Wiederkehrende Nachfragen zeigen dir ebenfalls, wo Bild oder Erklärung noch fehlen.
Dein Ziel ist erreicht, wenn Gäste sich vor der Anreise ein realistisches Bild machen können – und beim Öffnen der Tür das wiedererkennen, worauf sie sich gefreut haben.
Im nächsten Artikel geht es um die Airbnb-Beschreibung: Wie du das, was deine Fotos zeigen, mit klaren und überzeugenden Worten ergänzt.
Häufige Fragen zu Airbnb-Fotos
Reicht ein Smartphone für Fotos meiner Ferienwohnung?
Es kann ausreichen. Beurteile die tatsächlichen Ergebnisse: Sind die Bilder scharf, die Räume verständlich und die Farben glaubwürdig? Beginne mit einem Testzimmer und entscheide anhand dieser Aufnahmen, ob du Unterstützung brauchst.
Wie viele Bilder sollte ich veröffentlichen?
So viele, wie du für einen vollständigen und verständlichen Eindruck benötigst. Jeder wesentliche Raum und jede Schlafmöglichkeit sollten nachvollziehbar sein. Zusätzliche Bilder sind hilfreich, wenn sie etwas erklären; ähnliche Wiederholungen verlängern vor allem die Galerie.
Soll ich immer das Wohnzimmer als Titelbild wählen?
Wähle das Motiv, das eine wichtige Stärke deiner Unterkunft klar zeigt. Das kann das Wohnzimmer sein, aber auch eine besondere Außenansicht oder ein eigener Außenbereich. Entscheidend ist, dass es zur tatsächlich gebuchten Unterkunft gehört und als kleines Vorschaubild funktioniert.
Darf ich einen kleinen Raum mit Weitwinkel fotografieren?
Ein großer Bildwinkel kann die Übersicht erleichtern. Prüfe jedoch die Proportionen und ergänze bei Bedarf eine zweite Perspektive. Ein Raum sollte sich anhand der Fotos realistisch einschätzen lassen.
Kann ich KI zur Verbesserung meiner Airbnb-Bilder nutzen?
Maßgeblich ist das Ergebnis: Es muss die tatsächliche Unterkunft korrekt wiedergeben. Kontrolliere jede Veränderung. Nicht vorhandene Einrichtung, entfernte Schäden oder eine ausgetauschte Aussicht gehören nicht in die Darstellung des realen Angebots.
