Gästekarte erstellen: Lokale Tipps für Airbnb-Gäste
Deine Gäste sind angekommen. Die Koffer stehen im Schlafzimmer, die Wohnung gefällt ihnen. Jetzt möchten sie etwas essen, Wasser kaufen und vielleicht noch ans Meer oder eine Runde durch die Stadt laufen.
Du kennst die passenden Orte. Deine Gäste sehen auf ihrem Smartphone erst einmal eine Vielzahl von Markierungen, Bewertungen und Vorschlägen. Welche davon helfen ihnen heute Abend wirklich weiter?
Eine persönliche Gästekarte gibt Orientierung. Du sammelst darin ausgewählte Orte und ergänzt das, was deine Gäste sonst mühsam herausfinden müssten: Warum lohnt sich der Besuch? Wie erreicht man den Eingang? Was sollte man vorher wissen?
In diesem Artikel erstellst du Schritt für Schritt eine übersichtliche Karte für deine Ferienwohnung. Gemeint ist eine digitale Umgebungskarte mit Empfehlungen, keine touristische Rabatt- oder Kurkarte. Du bekommst einen Aufbau, eine Anleitung für Google My Maps und Vorlagen für hilfreiche Einträge.
Recherchestand: 2. Oktober 2026. Teil 25 des BnBnow-Airbnb-Ratgebers.
1. Beginne mit dem ersten Abend deiner Gäste
Stell dir eine Anreise vor, bei der deine Gäste hungrig und müde sind. Für einen umfangreichen Reiseführer fehlt gerade die Geduld. Sie brauchen einen erreichbaren Supermarkt, eine unkomplizierte Essensmöglichkeit und vielleicht einen kurzen Spaziergang.
Von dieser Situation aus lässt sich eine nützliche Karte entwickeln. Schreibe zunächst fünf Fragen auf, die Gäste dir tatsächlich stellen oder die sich aus der Lage deiner Unterkunft ergeben.
Zum Beispiel:
- Wo bekommen wir Lebensmittel für das Frühstück?
- Wo können wir heute ohne lange Anfahrt essen?
- Welche Orte erreichen wir gut zu Fuß?
- Was lohnt sich für einen halben Tag?
- Welche Alternative gibt es bei Regen oder großer Hitze?
Jede Frage sollte auf deiner Karte eine verständliche Antwort bekommen. Ein Restaurantname allein genügt dafür selten. Ein kurzer Hinweis auf Küche, Lage und Besonderheiten hilft bei der Auswahl.
Deine Karte darf persönlich sein. Wenn du einen Ort selbst kennst, kannst du erklären, was dir dort gefällt. Bei einem lediglich recherchierten Vorschlag bleibst du bei überprüfbaren Angaben. „Mein Lieblingscafé“ gehört nur an einen Ort, an dem du tatsächlich gerne bist.
So entsteht ein Gastgeberangebot, das zu dir und deiner Umgebung passt. Ob dadurch weniger Nachrichten ankommen, zeigt sich später im Alltag. Zunächst zählt, dass Gäste damit eine konkrete Entscheidung treffen können.
2. Wähle eine Lösung, die du gerne aktuell hältst
Für den Einstieg brauchst du eine Karte, die du bearbeiten und deine Gäste unkompliziert öffnen können. Entscheidend ist auch, wo du deine Informationen künftig pflegen möchtest.
| Lösung | Wofür sie sich anbietet | Was du einplanen solltest |
|---|---|---|
| Airbnb-Reiseführer | Lokale Empfehlungen innerhalb deines Airbnb-Auftritts | Öffentliche Inhalte und Pflege im Gastgeberkonto |
| Google My Maps | Eine eigene Karte mit thematischen Ebenen und ausgewählten Orten | Einrichtung, Freigabe und Test auf den Geräten deiner Gäste |
| Eigene Empfehlungsseite mit Kartenlink | Eine feste Anlaufstelle für mehrere Buchungskanäle | Pflege der Seite und der verlinkten Inhalte |
Der Airbnb-Reiseführer als Einstieg
Airbnb bietet einen eigenen Reiseführer für Restaurant-, Einkaufs- und Ausflugstipps. Laut aktueller Hilfe findest du ihn im Unterkunftseditor über den Ankunftsleitfaden. Du kannst ihn Unterkünften zuordnen, teilen und ausdrucken. Reiseführer sind öffentlich zugänglich und mit dem persönlichen Gastgeberkonto verbunden. Co-Gastgeber haben laut Airbnb keinen Zugriff auf neue Reiseführer. Quelle: Reiseführer zu einem Inserat hinzufügen.
Das solltest du bei der Arbeit im Team berücksichtigen: Wer Empfehlungen sammeln kann, kann sie nicht zwingend auch in jedem System bearbeiten.
Wann eine eigene Karte praktisch wird
Wenn du beispielsweise mehrere Ferienwohnungen in derselben Stadt betreust, kannst du allgemeine Umgebungstipps gemeinsam pflegen. Unterkunftsspezifische Anreiseinformationen bleiben separat.
Für die folgende Anleitung verwenden wir Google My Maps. Google beschreibt es als Werkzeug zum Erstellen und Teilen eigener Karten. Die Auswahl dient hier einer konkreten Umsetzung; du musst dafür nicht zusätzlich deine gesamte Website umbauen.
3. Starte mit einer überschaubaren Auswahl
Setze dir für die erste Fassung ein redaktionelles Arbeitsziel: etwa 15 sorgfältig ausgewählte Orte. Das ist keine technische Grenze und keine ideale Zahl für jede Region. Es hilft dir, eine erste nutzbare Version fertigzustellen.
Eine mögliche Aufteilung sieht so aus:
| Kategorie | Einträge zum Start | Mögliche Inhalte |
|---|---|---|
| Alltag und Orientierung | 5 | Supermarkt, Bäckerei, Apotheke, Haltestelle, öffentlicher Parkplatz |
| Essen und Trinken | 4 | Frühstück, unkompliziertes Abendessen, regionale Küche, Café |
| Draußen und Entdecken | 4 | Spaziergang, Strand oder Park, Aussicht, Ausflugsziel |
| Alternative Tagesideen | 2 | Museum, überdachtes Ausflugsziel oder andere passende Aktivität |
| Gesamt | 15 | Eine erste Auswahl für unterschiedliche Situationen |
Passe die Kategorien an deine Region an. In einer Großstadt kann Mobilität wichtiger sein, an einem ländlichen Standort die Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten. Ein Küstenort braucht andere Hinweise als eine Ferienwohnung im Gebirge.
Prüfe außerdem, ob die Auswahl verschiedene Bedürfnisse abdeckt. Vier Restaurants mit ähnlicher Küche und demselben hohen Preisniveau bieten wenig zusätzliche Orientierung. Eine einfache Mahlzeit, ein Frühstücksort und ein besonderer Abend können eine abwechslungsreichere Auswahl ergeben.
Bei Apotheken und anderen praktischen Anlaufstellen zählt die korrekte Einordnung. Ein normaler Apothekeneintrag bedeutet nicht, dass dort nachts Dienst besteht. Verlinke für wechselnde Dienste gegebenenfalls die zuständige offizielle Übersicht, nachdem du sie für deinen Standort geprüft hast.
4. Schreibe zu jedem Ort einen hilfreichen Eintrag
Eine gute Empfehlung beantwortet drei Fragen: Was ist das? Warum könnte es für mich passen? Was sollte ich vor dem Besuch wissen?
Verwende für deine Einträge einen wiederkehrenden Aufbau:
Name und Kategorie: Der tatsächliche, vor Ort verwendete Name erleichtert die Suche.
Kurze Einordnung: Beschreibe in einem Satz, was Gäste dort erwartet.
Praktischer Hinweis: Ergänze eine relevante Information zu Zugang, Anfahrt oder Nutzung.
Aktuelle Informationen: Verweise auf die offizielle Website oder einen geeigneten aktuellen Eintrag.
Prüfdatum: Halte zumindest in deiner internen Liste fest, wann du die Angaben überprüft hast.
Airbnb empfiehlt für seine Reiseführer ebenfalls kurze, persönliche Empfehlungen mit konkreten Besonderheiten und regelmäßiger Aktualisierung. Siehe die Hinweise zu lokalen Tipps.
Beispiel: Café
Der folgende Eintrag ist erfunden und zeigt nur den Aufbau:
Café am Platz – Frühstück und Kaffee
Kleines Café mit Tischen im Innenhof. Eine Möglichkeit für ein Frühstück nach dem Einkauf auf dem benachbarten Markt.
Der Eingang befindet sich in der Seitenstraße. Zum Innenhof führt eine Stufe. Prüfe die aktuellen Öffnungszeiten vor dem Besuch über die Website des Cafés.
Beispiel: Spaziergang
Auch dieses Beispiel ist fiktiv:
Uferweg – kurze Runde am Wasser
Der befestigte Weg führt vom öffentlichen Parkplatz bis zum Aussichtspunkt. Für Hin- und Rückweg sind es zusammen etwa zwei Kilometer.
Auf dem beschriebenen Abschnitt gibt es wenig Schatten. Der Marker zeigt den Start am Parkplatz, nicht den Aussichtspunkt. Aktuelle Sperrungen bitte vor Ort beachten.
Für deine echte Karte musst du Weglänge, Untergrund, Zugang und weitere Angaben überprüfen. Vermeide pauschale Etiketten wie „für jeden geeignet“. Konkrete Informationen helfen Gästen, selbst einzuschätzen, ob der Vorschlag zu ihren Möglichkeiten passt.
5. Erstelle deine Karte in Google My Maps
Richte die erste Version am Computer ein. Dort kannst du Orte, Texte und Kategorien nebeneinander prüfen. Für Gäste testest du später vor allem die mobile Ansicht.
Karte anlegen
Öffne Google My Maps, melde dich an und erstelle eine neue Karte. Vergib einen eindeutigen Titel und eine kurze Beschreibung. Google erläutert die Schritte unter Karte erstellen oder öffnen.
Ein möglicher Titel lautet „Unsere Umgebungstipps für deinen Aufenthalt“. Bei mehreren Orten ergänze die Stadt oder Region.
In die Beschreibung kannst du schreiben:
Hier findest du ausgewählte Tipps zum Einkaufen, Essen und Entdecken. Öffne einen Ort für unsere Hinweise. Bitte prüfe aktuelle Öffnungszeiten und mögliche Reservierungen vor deinem Besuch.
Kategorien als Ebenen anlegen
Nutze Ebenen für deine Kategorien. Über „Ebene hinzufügen“ kannst du weitere Bereiche anlegen und benennen. Laut Google sind bis zu zehn Ebenen möglich; Gäste können die angezeigten Ebenen ein- und ausblenden. Quelle: Kartenebenen verwenden.
Für den Start reichen die vier Kategorien aus Abschnitt 3. Wähle verständliche Namen. „Essen und Trinken“ lässt sich schneller zuordnen als eine verspielte Bezeichnung, die erst erklärt werden muss.
Orte hinzufügen
Suche in der Karte nach dem Namen oder der Adresse. Kontrolliere das Ergebnis und füge den richtigen Ort zur Karte hinzu. Für einen selbst gesetzten Punkt verwendest du die Funktion zum Hinzufügen einer Markierung. Siehe Orte zur Karte hinzufügen.
Trage anschließend deinen Beschreibungstext ein. Überprüfe besonders bei Filialen, Hotels mit Restaurants und gleichnamigen Betrieben, ob du wirklich den gemeinten Standort ausgewählt hast.
Gestaltung vereinheitlichen
Ordne jeder Kategorie eine wiedererkennbare Farbe und ein passendes Symbol zu. Google bietet dafür verschiedene Darstellungsstile. Ergänze immer klare Bezeichnungen, damit die Orientierung nicht allein von Farben abhängt.
Öffne zum Abschluss die Vorschau. Ist beim ersten Blick ein sinnvoller Ausschnitt zu sehen? Kann man die Kategorien verstehen, ohne deine Erklärung gelesen zu haben?
6. Prüfe den Weg bis zum tatsächlichen Ziel
Ein Kartenpunkt kann geografisch richtig und für Gäste trotzdem unpraktisch sein. Der Mittelpunkt eines großen Parks sagt wenig darüber aus, wo der Eingang liegt. Eine Strandmarkierung hilft nur begrenzt, wenn Gäste auf einer nicht zugänglichen Zufahrt landen.
Gehe bei wichtigen Einträgen gedanklich die Anreise durch:
- Wo endet die Fahrt mit dem Auto?
- Wo beginnt der geeignete Fußweg?
- Gibt es einen bestimmten Eingang?
- Ist der Parkplatz öffentlich und tatsächlich für diesen Besuch nutzbar?
- Müssen Gäste Treppen oder unbefestigte Abschnitte kennen?
Setze bei Bedarf zwei klar benannte Punkte, etwa „Parkplatz für den Rundweg“ und „Start des Rundwegs“. Erkläre ihren Zusammenhang kurz. Ein frei gezeichneter Strich quer über die Karte ist noch keine überprüfte Wegbeschreibung.
My Maps kann Routen zwischen angegebenen Punkten speichern. Google bietet dafür unterschiedliche Fortbewegungsarten; jede Routengruppe erhält eine eigene Ebene. Die Anleitung steht unter Wegbeschreibung in My Maps speichern.
Behandle eine gespeicherte Route als Planungshilfe. Für die tatsächliche Fahrt sollten Gäste aktuelle Navigation und örtliche Hinweise berücksichtigen. Prüfe den Übergang von deinem Karteneintrag zur verwendeten Navigationsanwendung, bevor du ihn als einfachen Ablauf beschreibst.
Nenne bei Zeitangaben immer die Fortbewegungsart. „Zehn Minuten entfernt“ lässt offen, ob ein Auto nötig ist. Eine ungefähre Fußwegstrecke kann hilfreicher sein, weil Tempo, Hitze und Gepäck die benötigte Zeit verändern.
Bei Wanderungen oder abgelegenen Orten reichen ein attraktives Foto und ein Standortmarker nicht aus. Verweise auf verlässliche aktuelle Informationen zur Strecke und beschreibe nur Bedingungen, die du überprüft hast.
7. Teile die Karte mit den passenden Zugriffsrechten
Für deine Gäste ist ein lesbarer Kartenlink sinnvoll. Bearbeitungsrechte benötigen nur die Personen, die deine Sammlung tatsächlich pflegen sollen.
Prüfe im Freigabedialog, wer die Karte ansehen und wer sie ändern kann. Google unterscheidet in seiner Hilfe zwischen Linkfreigabe und Veröffentlichung im Web. Eine Einbettung auf einer Website setzt laut Google eine öffentliche Karte voraus. Quelle: Karte teilen, herunterladen oder drucken.
Teste den vorgesehenen Gästelink anschließend in einem privaten Browserfenster ohne dein angemeldetes Konto. Die Karte sollte für deine gewünschte Zielgruppe ohne Freigabeanfrage erreichbar sein. Funktioniert es nur bei dir als Eigentümer, ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen.
Ein weiterleitbarer Link ist keine Zugangssperre für vertrauliche Informationen. Verwende die Umgebungskarte deshalb für Inhalte, die auch andere Menschen sehen dürfen.
In die persönliche Kommunikation mit gebuchten Gästen gehören beispielsweise Zugangscodes, individuelle Ankunftsangaben und Informationen zu ihrer Reservierung. Diese Daten brauchst du für Restaurant- und Ausflugsempfehlungen nicht.
Entscheide bewusst, ob deine öffentliche Karte auch die genaue Unterkunft markiert. Bei einer allgemeinen Regionalkarte kann der Standort der Unterkunft entfallen. Die korrekte Anreiseadresse erhält der gebuchte Gast über den dafür vorgesehenen Weg.
8. Mache die Karte per Link und QR-Code erreichbar
Ein QR-Code in der Wohnung ist praktisch, wenn Gäste vor Ort nach Ideen suchen. In einer Nachricht ist zusätzlich ein anklickbarer Link wichtig: Wer die Nachricht bereits auf dem Smartphone liest, kann ihn direkt öffnen.
Für einen Aufsteller eignet sich eine kurze Einladung:
Was möchtest du heute entdecken?
Unsere Karte zeigt dir Einkaufsmöglichkeiten, Essen und Ausflugsziele in der Umgebung. Scanne den QR-Code und öffne einen Ort für weitere Hinweise.
Darunter gehört der tatsächliche Kartenlink oder eine gut lesbare kurze Adresse. So bleibt ein anderer Zugang erhalten, wenn das Scannen gerade nicht funktioniert.
Verwende eine beständige Zieladresse
Ein statischer QR-Code enthält eine festgelegte Adresse. Aktualisierst du die Inhalte unter derselben erreichbaren Adresse, kann der gedruckte Code weiterverwendet werden. Ändert sich die Adresse, muss dagegen auch die Verknüpfung angepasst werden.
Eine eigene, dauerhaft gepflegte Empfehlungsseite kann dafür praktisch sein: Der Code öffnet diese Seite, und dort verlinkst du deine Karte. Wechselt das Kartenwerkzeug, kannst du den Link auf der Seite ändern. Voraussetzung ist, dass die Seite selbst erreichbar bleibt.
Prüfe den fertigen Ausdruck
Scanne den Code nach dem Drucken an seinem tatsächlichen Standort. Achte auf ausreichenden Kontrast, eine freie Umgebung um das Muster und störende Spiegelungen. Lege die Größe anhand eines echten Scantests fest.
Kontrolliere auch das Ergebnis nach dem Scan. Ein lesbarer Code kann immer noch zur falschen Karte oder zu einer Bearbeitungsansicht führen. Der erfolgreiche Scan und der funktionierende Gästezugang sind zwei getrennte Prüfungen.
9. Denke an Smartphone, Sprache und einen einfachen Ersatz
Deine Karte wird vielleicht an einem Küchentisch mit gutem WLAN geöffnet, vielleicht aber auch unterwegs auf einem kleinen Display. Teste deshalb die ganze Nutzung: Link öffnen, Kategorie wählen, Ort finden, Beschreibung lesen und Ziel in der Navigation aufrufen.
Google unterscheidet zwischen My Maps zum Erstellen beziehungsweise Bearbeiten und der Ansicht eigener Karten in Google Maps. Siehe My-Maps-Karten in Google Maps ansehen. Welche Ansicht ein geteilter Link auf einem konkreten Gerät öffnet, solltest du selbst prüfen.
Versprich keinen bestimmten mobilen Ablauf, den du nur am Computer ausprobiert hast. Bitte nach Möglichkeit jemanden mit einem anderen Smartphone, den Gästelink zu testen.
Sprache verständlich halten
Lass Orts- und Geschäftsnamen in ihrer tatsächlichen Schreibweise stehen. Übersetze die Beschreibung, damit Gäste den Ort weiterhin über Beschilderung oder Suche erkennen können.
Bei kurzen Einträgen können Deutsch und Englisch untereinander funktionieren. Werden die Texte dadurch unübersichtlich, nutze eine klare Sprachauswahl auf deiner Empfehlungsseite oder getrennte Fassungen. Berücksichtige dabei den zusätzlichen Pflegeaufwand.
Eine kurze Liste hilft, wenn die Karte nicht lädt
Halte die wichtigsten Alltagsorte zusätzlich als Text bereit: Name, Adresse, kurzer Hinweis. Diese Liste lässt sich beispielsweise ausdrucken oder in der Gästeinformation speichern.
Verlasse dich nicht darauf, dass eine einmal geöffnete interaktive Karte samt Beschreibungen später ohne Verbindung vollständig verfügbar ist. Prüfe jede zugesagte Offline-Funktion separat. Für die erste Orientierung kann bereits eine kurze, herunterladbare Textübersicht nützlich sein.
10. Integriere die Karte in deine Gästekommunikation
Überlege, wann die Empfehlungen nützlich werden. Wer einen Mietwagen plant, interessiert sich vielleicht vor der Anreise für Ausflugsziele. Wer gerade eingecheckt hat, sucht eher nach Essen oder Einkaufsmöglichkeiten.
Du kannst die Karte beispielsweise in einer bestehenden Nachricht vor der Anreise erwähnen und in deiner Gästeinformation dauerhaft erreichbar machen. Entscheidend ist, dass sie an einem nachvollziehbaren Ort zu finden ist.
Ein möglicher Nachrichtentext zum Anpassen:
Hallo [Vorname], hier findest du unsere Umgebungskarte für deinen Aufenthalt: [geprüfter Kartenlink]. Für den ersten Einkauf schau in die Kategorie „Alltag und Orientierung“. Unter „Essen und Trinken“ haben wir weitere Tipps gesammelt. Bitte prüfe Öffnungszeiten vor dem Besuch. Wenn du etwas Bestimmtes suchst, schreib uns gerne.
Falls eine Rückfrage kommt, antworte auf das konkrete Anliegen. „Schau in die Karte“ allein kann abweisend wirken. Hilfreicher ist: „Für ein Frühstück zu Fuß passt möglicherweise [Ort]. In der Karte findest du ihn unter [Kategorie] und siehst auch den Eingang.“ Natürlich setzt das voraus, dass Entfernung und Empfehlung zutreffen.
Nutze Rückfragen als Hinweis auf Verbesserungen. Wenn Gäste den Supermarkt wiederholt nicht finden, braucht dein Eintrag möglicherweise einen besseren Namen, eine andere Kategorie oder einen genauer gesetzten Punkt.
Im nächsten Kapitel zum digitalen Gästebuch verbinden wir diese Umgebungstipps mit den Informationen zur Unterkunft. Die Karte bleibt dabei der Teil, der Orte und Wege erklärt.
11. Pflege deine Empfehlungen mit einem einfachen Ablauf
Lege neben der Karte eine kleine interne Liste an. Sie kann in einer Tabelle oder einem Dokument stehen. Entscheidend ist, dass du nachvollziehen kannst, wer welche Angaben überprüft hat.
| Eintrag | Prüfpunkt | Quelle oder Vorgehen | Stand | Zuständig |
|---|---|---|---|---|
| Restaurant | Noch geöffnet, richtiger Standort | Offizielle Website, bei Bedarf direkter Kontakt | [Datum] | [Name] |
| Ausflugsziel | Zugang und saisonale Hinweise | Zuständiger Betreiber oder offizielle Besucherinformation | [Datum] | [Name] |
| Parkplatz | Lage und aktuelle Nutzungsbedingungen | Beschilderung vor Ort | [Datum] | [Name] |
| Kartenlink | Lesbarer Gästezugang | Test ohne Eigentümerkonto | [Datum] | [Name] |
Als eigener Arbeitsrhythmus bietet sich eine Prüfung vor Saisonbeginn und eine zusätzliche Kontrolle besonders veränderlicher Angaben während der Saison an. Neue Hinweise von Gästen bearbeitest du zeitnah. Das ist ein Organisationsvorschlag, keine Garantie dafür, dass zwischen zwei Kontrollen nichts passiert.
Kopiere nicht unnötig jede Öffnungszeit und jedes Menü in deine Karte. Ein erklärender Satz mit einem Link zur aktuellen Betreiberinformation kann leichter zu pflegen sein. Eigene Hinweise wie „Eingang an der Rückseite“ kontrollierst du trotzdem selbst.
Bei mehreren Unterkünften lohnt sich eine gemeinsame Grundlage für regionale Tipps. Entfernungsangaben prüfst du dagegen pro Ausgangspunkt. Ein Café kann von Apartment A bequem zu Fuß erreichbar sein und von Apartment B eine längere Fahrt erfordern.
Sichere deine Einträge gelegentlich. Google bietet unter anderem einen Kartenexport als KML/KMZ und den Export einzelner Ebenen als CSV an. Eine Kopie deiner Beschreibungstexte und Quellenliste ergänzt diese Sicherung.
12. Dein Startplan für die erste Version
Plane einen überschaubaren Arbeitsblock. Wenn du deine Orte bereits kennst, kann diese Aufteilung als Orientierung dienen; notwendige Ortsbesuche und Rückfragen kommen hinzu.
- Zehn Minuten: Gästeanliegen sammeln und passende Kategorien festlegen.
- Zwanzig Minuten: Eine erste Auswahl von Orten mit verlässlichen Quellen zusammenstellen.
- Zwanzig Minuten: Karte anlegen, Einträge zuordnen und kurze Hinweise ergänzen.
- Zehn Minuten: Freigabe und mobile Nutzung testen; offene Punkte notieren.
Das Ziel dieses Arbeitsblocks ist ein prüfbarer Entwurf. Unklare Angaben vervollständigst du, bevor du die betroffenen Empfehlungen teilst.
Prüfe zum Abschluss:
- Die wichtigsten Fragen für den ersten Aufenthaltstag sind abgedeckt.
- Jeder Ort hat eine verständliche Einordnung.
- Standort, Eingang und gegebenenfalls Startpunkt sind richtig gesetzt.
- Entfernungen passen zum genannten Ausgangspunkt und Verkehrsmittel.
- Kategorien und Beschreibungen funktionieren auf dem Smartphone.
- Der Gästelink öffnet die vorgesehene Ansicht.
- Bearbeitungsrechte sind passend vergeben.
- Vertrauliche Anreisedaten stehen außerhalb der Umgebungskarte.
- Link, Ausdruck und gegebenenfalls QR-Code wurden praktisch getestet.
- Die Verantwortung für spätere Änderungen ist geklärt.
Du kannst deine Karte anschließend mit den Erfahrungen aus echten Aufenthalten weiterentwickeln. Vielleicht wird ein unscheinbarer Frühstückstipp besonders oft genutzt. Vielleicht fehlt eine Idee für einen Nachmittag ohne Auto. Genau solche Beobachtungen machen aus einer ersten Sammlung nach und nach deine persönliche Orientierungshilfe für Gäste.
Häufige Fragen zur Gästekarte
Brauche ich eine eigene Website?
Für eine separat geteilte My-Maps-Karte oder einen Airbnb-Reiseführer ist keine eigene Website nötig. Eine eigene Empfehlungsseite kann später als feste Anlaufstelle für Karte, Textliste und weitere Informationen dienen.
Muss ich Google My Maps verwenden?
Nein. Wähle die Lösung, die zu deinem Informationsumfang und deiner Arbeitsweise passt. Der Artikel zeigt My Maps als konkreten Umsetzungsweg. Auch ein sorgfältig gepflegter Airbnb-Reiseführer kann für deine Empfehlungen ausreichen.
Wie viele Orte gehören auf die Karte?
Beginne mit einer Auswahl, die du zuverlässig erklären und pflegen kannst. Die hier vorgeschlagenen 15 Einträge sind ein Arbeitsziel. Ergänze weitere Orte, wenn sie eine bisher offene Frage beantworten oder eine hilfreiche Alternative bieten.
Soll ich Zugangscode und WLAN-Passwort eintragen?
Eine öffentliche oder frei weiterleitbare Umgebungskarte ist dafür kein geeigneter Ort. Halte persönliche Anreise- und Unterkunftsinformationen getrennt und stelle sie den berechtigten Gästen über den passenden Kommunikationsweg bereit.
Reicht ein QR-Code in der Wohnung?
Er ist ein hilfreicher Zugang vor Ort. Ergänze einen anklickbaren Link in deiner Gästeinformation oder Nachricht und eine lesbare Adresse auf dem Ausdruck. So können Gäste die Karte auch auf anderem Weg öffnen.
Darf ich nur Orte empfehlen, die ich persönlich besucht habe?
Persönliche Erfahrung kann deine Einträge besonders hilfreich machen. Auch verifizierte praktische Informationen haben ihren Platz. Kennzeichne eine Recherche aber nicht als eigenen Besuch und erfinde keine persönlichen Bewertungen.
